Freitag, 10. Mai 2019

DIE BUGS BUNNY SHOW: Folge 3 - Narren unter sich

Die Folge startet, direkt nach dem Bühnentanz, jetzt musikalisch wieder identisch mit der Musik von Folge 1, mit "Knighty Knight Bugs". Die Synchronfassung stammt aus den 1970er Jahren. Bugs Bunny nennt sich selbst "ich" und nicht meinereiner. In den Nebenrollen sind Klaus W. Krause als Yosemite Sam und Eberhard Storeck als niesender Drache zu hören. Deshalb ist davon auszugehen, dass es sich um eine Münchener Bearbeitung handelt, bei der Storeck Regie führte. Diese dürfte ursprünglich als Teil der Schweinchen Dick-Show in den Jahren 1972/73 vom ZDF gesendet worden sein.


Nach diesem gekürzten Cartoon, dessen Anfangssequenz nur in "Der total verrückte Bugs Bunny-Film" zu sehen ist, sitzt Bugs im Regiestuhl und kündigt die drei Bären an. "The Bee-Devilled Bruin" stammt tatsächlich aus der Schweinchen Dick-Show. Edgar Ott gibt den Erzähler und Wilfried Herbst spricht für Bärenkind Junyer. Nicht viel anders ist es bei "A Bird In A Guilty Cage". Alles Berliner Stimmen mit den üblichen Verdächtigen Toni Herbert als Sylvester, Angelika Pawlowski als Tweety usw. In der Zwischensequenz sitzt Bugs am Zeichentisch und animiert Tweety auf dem Zeichenblock.


Danach sieht man Bugs unterm Baum. Diese Szene stammt aus dem Looney Tunes-Special "Bugs Bunny's Bustin' Out All Over" aus dem Jahr 1980. Schließlich folgt "Wideo Wabbit" mit Bugs und Elmer. Auch dabei handelt es sich um eine Wiederholung aus "Schweinchen Dick", wo der Cartoon im April 1973 erstmals gezeigt wurde. In den Hauptrollen sind Gerd Vespermann und Kurt Zips zu hören. Schließlich folgt der Abspann mit dem Lied "Das Publikum…". Auch hier verwendete man die Variante mit den Sängern mit österreichischem Akzent.


Enthaltene Cartoons:
- Knighty Knight Bugs
- The Bee-Devilled Bruin
- A Bird In A Guilty Cage
- Wideo Wabbit


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Samstag, 4. Mai 2019

THE LAST HUNGRY CAT

Einzelcartoon-Vergleich ZDF-Version / Original
(Originallänge: 6:47 Min)
Der Schatten eines Bären präsentiert den Cartoon ganz im Stil von Alfred Hitchcock. Es geht um "Mord und Totschlag". Kater Sylvester ist im Glauben, Tweety gefressen zu haben, weshalb ihn sein schlechtes Gewissen plagt und er denkt, dass er von der Polizei gesucht wird.


Bis dato wurde angenommen, dass ZDF-Synchronisation dieses Cartoons verschollen wäre. Nun ist sie doch noch aufgetaucht und zwar als Teil einer Folge von "Die Schnellste Maus von Mexiko". Dabei handelt es sich inhaltlich um die mysteriöse #23, die bei den Privatsendern nur selten ausgestrahlt und bei Premiere Junior ganz weggelassen wurde. Insgesamt gab es drei Schnitte, aus Zeitgründen und Jugendschutz. Außerdem wurde Daffy Ducks Ansage in den Cartoon platziert.



Fehlende Teile:
Vorspann plus Credits (25 Sek)
Schnitte:
1:56-2:06 (10 Sek)
4:00-4:32 (32 Sek)
4:53-4:56 (3 Sek)
Abspann (7 Sek)


Zunächst tritt Sylvester auf der Flucht durch die dunkle Gasse in einen Blecheimer, der an seinem Fuß hängenbleibt. Dieser Schnitt ist dialogfrei. Zuhause fängt der nervöse Kater an, Kette zu rauchen und literweise Kaffee in sich hineinzukippen.

Als Sylvester verzweifelt versucht, einzuschlafen, beginnt die Einblendung des Weckers im Original etwa um Mitternacht, Sylvester wird abwechselnd mit dem Wecker gezeigt, die Zeit läuft. Dialogfreier Schnitt.



Sylvester haut sich im Badezimmer Pillen rein und sagt, dass er endlich Schlaf kriegen muss. In der O-Fassung wird er dabei lauter. Sein letztes "I gotta, I just gotta!" fehlt.


In der ZDF-Version sprachen Toni Herbert für Sylvester, Lothar Blumhagen für die Hitchcock-Parodie und Joachim Pukaß aus dem Off für Sylvesters schlechtes Gewissen. Ähnlich wie bei "Mexicali Shmoes" schnitt man Daffy Ducks Ansage mit Blick durch die Saloon-Schwingtür in den Cartoon hinein. Dabei stellt er den Bären als Regisseur "Hitch-Pock" vor.


Eine vollständige deutsche Fassung befindet sich auf der DVD Looney Tunes Collection: All-Stars Vol. 4. Diese erschien leider nur in Australien und Holland. Diese Version mit Michael Pan als Sylvester erhielt den Titel "Der Mörder ist immer der Kater". Trotz anderweitiger Info lief dieser Cartoon jedoch nie bei Kabel 1, Super RTL oder Boomerang. Zum Stimmenwechsel und der Einmal-Besetzung kam es dadurch, dass Bernd Schramm (Sylvester-Stimme ab 1996/97) zum Zeitpunkt der Synchronisation bereits verstorben war.


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Freitag, 19. April 2019

THE REBEL WITHOUT CLAWS

Einzelcartoon-Vergleich ZDF/Pro7-Version / Original
(Originallänge: 5:56 Min)

Tweety und Sylvester kämpfen im Bürgerkrieg gegeneinander. Die Südstaatenarmee hat keine Brieftauben mehr, da diese alle abgeschossen wurden. Deshalb möchte man Tweety zur Überbringung einer wichtigen Botschaft einsetzen. Das Vögelchen muss dafür aber zuerst am "Nachrichtenzerstörer" vorbei, der sich als kein geringerer als Kater Sylvester entpuppt.



Fehlende Teile:
Vorspann plus Credits (30 Sek)
Schnitte:
2:09-2:15 (16 Sek)
2:24-2:37 (13 Sek)
3:18-4:37 (1:19 Min)
5:10-5:50 (40 Sek)
Abspann (6 Sek)



Für "Die schnellste Maus von Mexiko" wurde der Cartoon böse verstümmelt. Von insgesamt vier Schnitten sind zwei dialogfrei. Man sieht nicht, wie Sylvester nachdem er von zwei Seiten beschossen wurde, durchlöchert dasteht und wie Tweety in ein Loch springt. Von den fünf Kanonenkugeln zeigt die gekürzte Version nur die letzten beiden. Im Original wird Sylvester öfter hochgeschossen und knallt dreimal mehr mit dem Kopf gegen den Felsvorsprung.



Tweety fragt sich auf seiner Strecke, warum man die Südstaaten so weit in den Süden gelegt hat. Sylvester möchte den Vogel mit einem Fass voller Sprengstoff aufhalten und bekommt die Ladung schließlich selbst ab. Tweety entdeckt ein Kriegsschiff und Sylvester wird mal wieder zum Kanonenfutter. Das ZDF bzw. Pro7/Kabel 1 bricht nach der Ordensverleihung für Sylvester ab.


Im Original kommt Tweety vor ein Erschießungskommando. Die Schützen der Nordarmee sind jedoch so schlecht, dass Sylvester eines seiner neun Katzenleben einbüßen muss.

"The Rebel Without Claws" ist in Japan und Italien auf DVD innerhalb der Reihe "I Love Tweety" erschienen.


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TWEET ZOO

Einzelcartoon-Vergleich ZDF/Pro7-Version / Original
(Originallänge: 6:59 Min)

Kater Sylvester besucht den städtischen Zoo. Dort findet er Tweety in einem der Käfige vor. Kaum freigelassen, kann die Jagd beginnen. Dabei stellt sich Sylvester allerlei Getier in die Quere. Von Tigern über den Löwen und die Krokodile muss das Katerlein allerlei Hürden überwinden. Am Ende streicht er Vögel von seinem Speiseplan.



Für die Bugs Bunny-Show hat der Sender zweimal geschnitten. Direkt nach dem Zoom auf den Zooeingang fehlt die Vorstellung der Tiere durch den Zooführer. So fehlt auch die Vorstellung des Zwitschervogels. Später hat Sylvester Stress mit dem Löwen, dem er zunächst eine verpasst und sein übliches "Ah! Halt's Maul!" ruft. Doch der Löwe kommt frei. Sylvester landet erst im Krokodilbecken und anschließend im Bärengehege.



Fehlende Teile:
Vorspann plus Credits (30 Sek)
Schnitte:
0:35-1:21 (46 Sek)
4:48-6:05 (1:17 Min)
Abspann (6 Sek)



Eine vollständige deutsche Fassung befindet sich auf der Kauf-Videokassette "Die Stars aus Space Jam - Sylvester und Tweety". Im Originalton findet man den Cartoon nur auf den "I Love Tweety"-DVDs aus Japan und Italien.


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Freitag, 4. Januar 2019

STARS OF SPACE JAM

Oder: Wie Warner Bros. die Fans irre macht!

18 Jahre nach dem Space Jam-Film bringt Warner USA die Reihe "Stars Of Space Jam" auf DVD heraus. Und schon hagelt es Kritik...

Das muss es leider auch, denn was da abgeliefert wird, ist zwar preislich günstig, aber keinesfalls rühmlich. Abgesehen vom leicht abweichenden Inhalt zur VHS-Version gibt es folgende Highlights:

"Apes Of Wrath"
war auf der betreffenden Loones Tunes Super Stars-DVD nachträglich auf 16:9 gemattet. Jetzt erstmals im korrekten Full Frame. Die Restaurierung ist dieselbe. Schade, dass es keine PAL-Version davon gibt.

"Person To Bunny"
war auf der betreffenden Loones Tunes Super Stars-DVD nachträglich auf 16:9 gemattet. Jetzt erstmals im korrekten Full Frame. Die Restaurierung ist dieselbe. Schade, dass es keine PAL-Version davon gibt.

"Hot Cross Bunny"
läuft auf der US-DVD in PAL Speed und damit schneller als es sollte. Der Cartoon ist unrestauriert und war bislang außer auf VHS-Video nur als Bonus-Material auf DVD und BluRay ("The Treasure of the Sierra Madre"), sowie auf der japanischen "Stars Of Space Jam"-Laserdisc erhältlich. Der aktuell aufgespielte Soundtrack ist zudem von minderer Qualität.

"Hare Splitter"
läuft auf der US-DVD in PAL Speed und damit schneller als es sollte. Der Cartoon ist unrestauriert nur als Bonus-Material auf DVD und BluRay ("Adventures of Don Juan"), sowie auf der betreffenden japanischen "Stars Of Space Jam"-Laserdisc erhältlich.

"Boston Quackie"
läuft auf der US-DVD in PAL Speed und damit schneller als es sollte. Der Cartoon ist unrestauriert und war bislang außer auf VHS-Video als Bonus-Material auf DVD und BluRay, sowie auf US-Laserdisc ("Guffaw and Order") erhältlich.

"Zip 'N Snort" und "Hot Rod And Reel"
beide Cartoons sind auf der US-DVD unrestauriert und waren  bisher außer auf VHS-Video nur auf den japanischen "Stars Of Space Jam"-Laserdiscs erhältlich.

"Tree Cornered Tweety" und "Tweet Zoo"
beide Cartoons sind auf der US-DVD unrestauriert. Schade, denn die "I Love Tweety"-DVDs aus Japan haben ein deutlich besseres Bild.

Alles in allem wieder ein kleiner Schritt vorwärts, aber eben wirklich nur ein kleiner. Das Looney Tunes-Puzzle der Warner Bros. wird auf diese Weise wohl niemals enden. Unterschiedliche Formate, Regionalcodes, Teil-Restaurierungen usw. That's not all, Folks! Ganz gewiss nicht. Alle oben nicht erwähnten Cartoons sind die Versionen der US-amerikanischen "Looney Tunes Golden Collection"-DVDs. Ob sich Warner mit den "Stars Of Space Jam" Freunde macht, sei dahingestellt. Ich persönlich freue mich über zwei vollformatige Neuzugänge und fünf weitere unrestaurierte. Und das, obwohl mir eine Version auf PAL-DVD mit Regionalcode 2 lieber wäre.

Die "Stars Of Space Jam"-DVDs sind u.a. über die italienische, spanische oder US-Außenstelle eines amazonenhaften Internet-Buchhändlers beziehbar. Der einzige aufgespielte Ton ist Englisch.

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Mittwoch, 22. August 2018

BOWERY BUGS

Einzelcartoon-Vergleich ZDF/Pro7-Version / Original
(Originallänge: 7:12 Min)

Fremdenführer Bugs Bunny erzählt einem Touristen die Story von Steve Brody, der im Jahr 1886 von der Brooklyn Bridge sprang.



Fehlende Teile:
Vorspann plus Credits (31 Sek)
Schnitt: 0:51-1:18 (27 Sek)
Abspann (7 Sek)

In der Bugs Bunny Show "Mein Name ist Hase" fehlt der Teil bei dem, während Bugs die Geschichte erzählt, diverse Gemälde eingeblendet werden. Erst als die Bilder wieder "laufen", geht die Story weiter.



Insgesamt existieren drei deutschsprachige Versionen von "Bowery Bugs". Die aus der großen bunten Bunny-Schau, die Videofassung aus "Bugs Bunnys Video Show 5" unter dem Titel: "Die Pechsträhne", welche auf der VHS "Bugs Bunny 2" wiederverwertet wurde und schließlich die Neusynchronisation mit Sven Plate auf der australischen (und holländischen) Best Of Bugs Bunny Vol. 3-DVD.



Die VHS-Fassung von 1984/1993 ist komplett, hiervon könnte man den fehlenden Teil in die alte Fernsehfassung integrieren, indem man einen Satz vorzieht. Wolfgang Draeger gibt dort Bugs Bunny zum Besten. In der Bugs Bunny-Show hört man üblicherweise Gerd Vespermann in der Rolle des schlauen Hasen.



Leider geht der Handlese-Gag "Want your palm red?" statt "read" (gleich ausgesprochen) im Deutschen flöten. Der Gleichklang von "Soll ich dir aus der Hand lesen?" und "Soll ich dir die Hand rot anmalen?" kann nur im Original funktionieren. So ist es für den deutschen Zuschauer nicht klar, warum Bugs Steve Brodys Handfläche anmalt.


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Dienstag, 21. August 2018

MOTHER WAS A ROOSTER

Einzelcartoon-Vergleich ZDF/Pro7-Version / Original
(Originallänge: 5:39 Min)

Barnyard Dawg schiebt Foghorn Leghorn ein Straußenei unter. Dadurch wird der Hahn zur "Mutter". Erziehung und Rangeleien hat der Hofhund sich allerdings bestimmt nicht so vorgestellt.


Fehlende Teile:
Vorspann plus Credits (29 Sek)
Abspann (7 Sek)

Die deutsche Version aus der Bugs Bunny-Show ist ungekürzt und stammt aus den 1970er Jahren. Zu hören ist Martin Hirthe als Foghorn Leghorn, Barnyard Dawg hat eine andere Stimme als sonst. Diese Fassung ist ziemlich cool.



Eine zweite, gleichwertige deutsche Version zeigten ZDF und Pro7 im "Bugs Bunny’s Mother’s Day Special", welches auch in die große bunte Bunny-Schau integriert wurde. Diese ist leider gekürzt, kommt aber genau so im Special vor. Dort sprechen die üblichen Verdächtigen Herbert Weicker und Leon Rainer für Foghorn Leghorn und Barnyard Dawg.

Diese zweite Synchronfassung bringt die Ausschnitte des Cartoons von 1:00-2:45, einen Satz mit neuer Animation, da eine Explosion fehlt, die der Hund abkriegt (4:11-4:15) und schließlich 4:17-5:32 inklusive Schlussgag.



"Mother Was A Rooster" gibt es weder auf DVD noch auf PAL-VHS. Laut Wikipedia ist er aber über Amazon Video und iTunes abrufbar. Die hier herangezogene Vergleichsfassung stammt von Cartoon Network UK.

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