Samstag, 7. August 2010

SPEEDY GONZALES

(Originallänge: 6:26 Min)


Bei diversen Speedy-Cartoons hegte sich der Verdacht, dass die Stimme seines Sprechers Joachim Tennstedt nachträglich in die deutsche Tonspur hineingeschnitten wurde. Dies hat sich nun bestätigt. Anhand einer Tonaufnahme der Ausstrahlung von 1972 konnte verglichen werden. Der Cartoon "Speedy Gonzales", in dem Speedy und Sylvester der Kater erstmals aufeinandertreffen, lief bereits bei der deutschen Erstausstrahlung gekürzt. Die Gesamtzeit betrug 3:39 Min. Das deckt sich mit der zuletzt gesendeten Version von 2004. Sämtliche Nebenrollen sind ebenfalls identisch. Man hört u.a. Erich Fiedler und Herbert Weißbach als mexikanische Mäuse.



Kater Sylvester bewacht eine Käsefabrik an der mexikanischen Grenze. Die hungrigen Mäuse ziehen Strohhalme, um zu bestimmen, wer als nächster Kandidat Käse holen soll. Doch keiner der "Freiwilligen" kehrt zurück. Die Mäuse beschließen, Speedy Gonzales zur Hilfe zu holen. Der arbeitet an einem Schießstand als Zielfigur, wo es für einen Treffer auf die quirlige Maus einen "großen Preis" zu gewinnen gibt. Als Speedy erfährt, was los ist, eilt er zur Käsefabrik und versorgt seine Artgenossen mit Käsehäppchen. Sylvester stellt dabei allerlei Fallen, doch es gelingt ihm nicht, die schnellste Maus von Mexiko aufzuhalten. Am Ende jagt er den ganzen Käse in die Luft. Aber auch der Schuss geht nach hinten los, da alles wieder vom Himmel fällt und die Mäuse dementsprechend jubeln.



In der TV-Version fehlt ein Stück von über 2 Min. Zunächst legt Sylvester eine Ladung Mausefallen aus, die er natürlich selbst abbekommt. Als Baseball getarnt gelangt Speedy erneut in die Käsefabrik. Selbst Landminen können die Maus nicht aufhalten. Und auch für Sylvesters Rohr-Falle ist Speedy Gonzales zu schnell. Die Maus rast durch den Kater hindurch, so dass er nur ein großes Loch am Ende seines Schwanzes erntet. Zu allem Überfluss rennt Speedy mit Käse beladen durch eben dieses Loch wieder zurück. Zu seinen Artgenossen sagt er daraufhin sinngemäß: "Und jetzt bringe ich euch den ganzen Käse!".



Im Vergleich ist die spätere Fassung aus "Die Schnellste Maus von Mexiko" deutlich harmloser als die Version aus "Schweinchen Dick" von 1972. Auch spricht Joachim Tennstedt normal, während Speedy beim alten Ton hochgepitcht wurde, so dass er fast wie Disneys "Chip & Chap" (im Original: Chip & Dale, auch als A-Hörnchen und B-Hörnchen bekannt) oder "Alvin & die Chipmunks" klingt. Das entspricht aber dem Original, deshalb verfuhr man bei der Neusynchronisation von 2003 (DVD "Looney Tunes All Stars – Ihre ersten Cartoons 2") genauso. Bei "Die Schnellste Maus von Mexiko" hört man auch die Tonschnitte. Sämtliche "Arribas" und "Andale-Andales" wurden im Original wieder eingefügt. Hier rauscht der Ton ganz besonders. Wenn Speedy mit der Stimme von Joachim Tennstedt spricht, ist der Ton sauber. Nachfolgend ein Vergleich der Dialoge aus der Fassung von 1972 und "Die Schnellste Maus von Mexiko". (1) = Version von 1972, (2) = spätere Version mit Joachim Tennstedt.



Speedy in der Schießbude:
(1) "Na schießt doch, ihr Tüten! Ihr müsst besser zielen, Amigos! Na, macht mal, Arriba, heh-heh-heh..."
(2) "Hey, hey, hey! Was ist los, Freunde? Was liegt an?"

Speedy, als ihm die Maus die Geschichte erzählt und um Hilfe bittet:
(1) "Ne blöde Katze? Dürfte kein Problem sein! (...) Si, si! Ich werde dir helfen, dir und deinen Kameraden!"
(2) "Eine Katze ist für Speedy Gonzales kein Problem! (...) Aber ja, das versteh ich. Und du willst, dass ich euch helfe. Also werd' ich kommen!"



Speedy am Grenzzaun:
(1) "Olé, arriba! Da ist ja der olle, doofe Kater! Arriba, Platz da, dreckiger Kater! Arriba, arriba! Vorsicht! (…*) Speedy!"
(dann noch: "Arriba, Olé, huh!" mit deutschem und O-Ton darunter).
*Passage nicht verständlich, vermutlich so etwas wie "hier kommt...".
(2) An dieser Stelle hört man in der späteren Fernsehfassung nur den O-Ton.

(1) "Das ist für euch, Senores und eure Senoritas! Da hinten leigt noch mehr Käse rum! Na, wollen wir dem Kater doch noch mal die Freude machen! Arriba, Platz da! Arriba, arriba!"
(2) "Also, meine lieben Freunde, lassen wir’s uns gut gehen. Wo es soviel Käse gibt, ist Käse für alle da!"

Schlusssatz:
(1) "Der Kater könnte mein Freund werden, dieser Knallkopf!"
(2) "Ich glaube, wir haben den Kater überzeugt. Er ist auf unserer Seite!"

Man sieht, wie die zweite Version deutlich entschärft wurde. Speedy ist lange nicht so frech wie 1972 und im Original. Warum man diesen Aufwand betrieb ist nicht ganz klar. Denn "dreckiger Kater" dürfte kaum ein Problem mit dem Jugendschutz aufgeworfen haben. Und "oller, doofer Kater" kommt in ähnlicher Form in fast allen Tweety & Sylvester-Cartoons vor.



Fehlende Teile:
Vorspann plus Credits (30 Sek)
Schnitte 3:44-5:52 (2:08 Min)
Abspann (7 Sek)

Eine vollständige, neusynchronisierte Version von "Speedy Gonzales" befindet sich auf der DVD "Looney Tunes All Stars - Ihre ersten Cartoons 2". Sowohl die DVD als auch der Ton stammen aus dem Jahr 2003.


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A MOUSE DIVIDED

Einzelcartoon-Vergleich ZDF/Pro7-Version / Original
(Originallänge: 6:52 Min)

Der mal wieder total betrunkene Storch kann kaum noch fliegen und gibt sein Päckchen beim nächstbesten Haus ab. Dort wohnen Sylvester und seine Frau. Da sie schon länger über Nachwuchs nachdenkt, ist die Freude groß. Zur Überraschung der beiden ist das Baby allerdings eine Maus. Sylvester sieht das Kleine deshalb eher als Frühstück denn als Nachkommenschaft an... Bis die Maus ihn "Papi" nennt. Erst da erwachen die Vatergefühle und Sylvester versucht seinen Spross vor den Katzen der Nachbarschaft zu retten.



Der Storch wiederum versucht den Fehler wieder gutzumachen und angelt durch den Kamin mit einem Stück Käse nach dem Baby. Es erwischt jedoch Sylvester, der mit Windel und Schnuller bei der Mäusefamilie landet.



Erfreulich ist, dass die Episode ungekürzt lief. Sylvester hat eine andere Stimme als sonst. Und die Besetzung von Thomas Reiner (bekannt als Prof. Farnsworth in Futurama) als Storch lässt auf eine Münchener Bearbeitung schließen.


Fehlende Teile:
Vorspann plus Credits (32 Sek)
Abspann (7 Sek)

Der Cartoon wurde auch innerhalb der Filme "Die Bugs Bunny-Show" (1963) und "Daffy Ducks Fantastische Insel" (1983) gezeigt. Es existieren also mindestens drei Synchronisationsvarianten.


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NAPOLEON BUNNY-PART

Einzelcartoon-Vergleich ZDF/Pro7-Version / Original
(Originallänge: 6:50 Min)


Bugs Bunny hat mal wieder die Kurve nicht gekriegt und landet mitten im Hauptquartier von Napoleon Bonaparte. Nach einer Einweisung, wie man strategisch korrekt Krieg führt, jagen sich die beiden durch das Schloss. Napoleons Wache erinnert stark an den Gangster Mugsy und irgendwie landet dessen Bajonett immer wieder im Hintern seines Herrn.



Als der Kriegsherr genug von Bugs Streichen hat, schickt er ihn auf die Guillotine. Doch statt Bugs Kopf rasiert das Fallbeil Napoleons Rücken. Mittlerweile sind zwei Pfleger in weißen Kitteln aufgetaucht, um Herrn Bonaparte abzuholen. Bei der Gelegenheit meint Bugs Bunny, dass er doch der einzig wahre Napoleon sei.



Während des Schnitts steht Bugs in Frauenkleidung vor einer Jukebox und fordert Napoleon zum Tanz auf. Doch Bugs Bunnys Puschelschwänzchen lugt vor. Außer sich vor Wut schießt der Kriegsherr auf den Hasen. Erneut beginnt die Verfolgungsjagd. Am Ende einer Rutschpartie über das fast nicht enden wollende Treppengeländer landet das Bajonett der Wache wieder in Napoleons Allerwertestem.



Fehlende Teile:
Vorspann plus Credits (32 Sek)
Schnitt: 3:46-5:02 (1:16 Min)
Abspann (8 Sek)


Die Wache ist mit Gernot Dudas Stimme genial besetzt. Eine neusynchronisierte, ungekürzte Version dieses Cartoons mit Sven Plate als Bugs Bunny befindet sich auf der VHS-Kassette "Bugs & Marvin - Mars macht mobil".


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DOG POUNDED

Einzelcartoon-Vergleich ZDF/Pro7-Version / Original
(Originallänge: 6:17 Min)


Der hungrige Kater Sylvester ist auf der Suche nach etwas zu Essen. Da entdeckt er das Vögelchen Tweety in einem Baum. Leider steht der Baum mitten im Gelände des städtischen Hundeasyls. Mit allerlei Tricks versucht Sylvester an den Hunden vorbei und an den Leckerbissen zu kommen.


Während des ersten Schnitts läuft Sylvester noch mal zurück und steckt seine Kopf durch ein Astloch im Zaun. Man hört die Hunde bellen, sieht Sylvester zappeln und er lässt kräftig Fell (dialogfreier Schnitt).



Sylvester versucht sich mit einer Rakete auf dem Rücken zu Tweety zu schießen. Da sagt das Vögelchen sinngemäß: "Der Kater denkt, er sei Buck Rodgers!". Nachdem das in die Hose geht, versucht Sylvester es per Schaukel vom Strommasten aus. Doch die Seile sind zu lang und er landet mitten unter den Hunden. Zurück schwingt die leere Schaukel.



Am Ende hat Pepe Le Pew noch einen kurzen Gastauftritt, der auch in der deutschen Version enthalten ist. Sylvester hat sich als Stinktier getarnt und damit die Hunde vertrieben. Leider hat er nicht mit dem liebestollen Pepe gerechnet.



Fehlende Teile:
Vorspann plus Credits (31 Sek)
Schnitte
1:25-1:35 (10 Sek)
4:44-5:18 (34 Sek)
Abspann (7 Sek)

"Dog Pounded" erschien 1997 auf der VHS-Videokassette "Bugs & Tweety - Miezekatzenjammer" ungekürzt einer neuen deutschen Sprachfassung. Im August 2016 zeigte der Sender Super RTL eine dritte Synchronfassung von "Dog Pounded" (Auf den Hund gekommen) innerhalb von "Bugs Bunny und Looney Tunes". Da Thomas Reiner als Kater Sylvester zu hören ist, dürfte es sich um die Kinoversion von 1973 aus dem Film "Speedy Gonzales und seine Freunde" handeln.

Das restaurierte Bildmaterial ist auf der DVD "Looney Tunes Super Stars - Pepe Le Pew: Zee Best of Zee Best" enthalten. Neben der US-DVD sind zwei weitere Versionen erschienen, die sich auch in Deutschland auf jedem herkömmlichen Player abspielen lassen. Diese wurden ohne dt. Tonspur in Südafrika und Tschechien veröffentlicht.

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HEIR-CONDITIONED

Einzelcartoon-Vergleich ZDF/Pro7-Version / Original
(Originallänge: 7:07 Min)


Kater Sylvester hat von seiner verstorbenen Besitzerin ein Vermögen geerbt. Als das die Runde macht, wollen alle Katzen der Nachbarschaft daran teilhaben. Selbst der von einer Katze eingefangene Tweety ist plötzlich uninteressant.
Tweety und Sylvester haben ihre üblichen Stimmen, nur Sylvesters Finanzverwalter Elmer Fudd wird von Herbert Weißbach gesprochen. Das liegt vermutlich daran, dass diese Episode im Auftrag des ZDF Anfang der 1970er Jahre in Berlin für "Schweinchen Dick" eingedeutscht und später für "Mein Name ist Hase" wiederverwendet wurde.



Während des relativ kurzen Schnitts wirft Sylvester erneut mit dem Geld um sich. Elmer meint "Geldausgeben ist eine große Verantwortung!". Als die Katzen singend ihren Kumpel Sylvester besuchen wollen (For he’s a jolly good fellow), wirft Elmer die ganze Meute raus. "Out you cats! And stay out!".


Fehlende Teile:
Vorspann plus Credits (31 Sek)
Schnitt 2:15-2:42 (27 Sek)
Abspann (7 Sek)

Eine ungekürzte deutschsprachige Fassung (mit Hamburger Sprechern) befindet sich auf BUGS BUNNYS VIDEO SHOW 8 unter dem Titel "Geldsorgen". Die (gekürzte) TV-Version gibt es auf WARNER CARTOONS 8 - Elmer Fudd (Erbschleicher). Das restaurierte Original ist auf der US-DVD LOONEY TUNES GOLDEN COLLECTION Vol. 6 erhältlich.


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LOUVRE COME BACK TO ME!

Einzelcartoon-Vergleich ZDF/Kabel 1-Version / Original
(Originallänge: 6:26 Min)


Pepe Le Pews letzter klassischer Cartoon, Inhaltsangabe siehe hier unter Punkt 16, lief bei "Die Schnellste Maus von Mexiko" und hat deshalb eine zum Teil furchtbare Hintergrundmusik. Auch fehlen an manchen Stellen die Geräusche wie z.B. bei Pepes Sprüngen. Andererseits ist die Figur mit Friedrich Schoenfelder genial besetzt und Sätze wie "Isch bin ein toter Skunks!" (im Original: I am a gone goose!) sind einfach zum Schießen! Auch singt Pepe auf deutsch, was ebenfalls recht witzig klingt.



Beim ersten Schnitt landet ein sich küssendes Pärchen mitsamt Parkbank auf einem Baum, der bei Pepes Eigengeruch sogleich all seine Blätter verliert. Von einem tanzenden Paar schmilzt der weibliche Teil bei einer Hebefigur dahin.

Im Louvre erstarrt Pepes Gegenspieler, ein Kater, zur Salzsäule und zerfällt. Mit Handfeger und Schäufelchen sammelt er seine Einzelteile ein.



Bevor es zum Duell kommt, labert Pepe wesentlich länger und spielt parallel die Ereignisse vor. Als das Stinktier sich die Zigarette in den Mund steckt, ist der luftanhaltende Kater längst blau, grün, rot und wieder blau angelaufen.

Fehlende Teile:
Vorspann plus Credits (38 Sek)
Schnitte
0:54-1:19 (25 Sek)
2:42-2:56 (14 Sek)
3:54-4:30 (36 Sek)
Abspann (7 Sek)

Eine ungekürzte Fassung mit Wolfgang Draeger als deutsche Stimme von Pepe Le Pew erschien auf den VHS-Kassetten WARNER CARTOONS 3 - Pepe das Stinktier, BUGS BUNNYS VIDEO SHOW 5 und BUGS BUNNY UND SEINE FREUNDE 4. Deutscher Titel: Liebe im Louvre. Der Cartoon war (ohne die Duell-Szene) auch Teil von DAFFY DUCKS FANTASTISCHE INSEL, dort sprach ebenfalls Wolfgang Draeger für Pepe.

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